Wieso der Blog „Liebe deinen Nächsten“ heißt

Wahrscheinlich fragt sich der eine oder andere, wie der Name unseres Blogs entstanden ist. Die zur Zeit entstehende Graphic Novel wird ebenso heißen. Ob religiöse Gründe uns zu dieser Namensgebung inspiriert haben. Die Antwort lautet: Nein.

Wir beziehen uns natürlich auf ein Bibelzitat und der Titel ist eine Aufforderung an das christlich orientierte Europa, seine Asylpolitik menschlich zu gestalten, so dass niemand sein Leben riskieren muss, wenn er vorGewalt und Armut fliehen muss.

Zugleich verweisen wir aber auf das Buch mit gleichem Titel von Erich Maria Remarque. Erich Maria Remarque hat sich hauptsächlich mit zwei Themen beschäftigt: dem Krieg und dem Exil. „Liebe deinen Nächsten“ ist sein erster Roman über Flüchtlinge. Er spielt im 2. Weltkrieg und schildert die Schicksale von Emmigranten aus Deutschland, die gezwungen werden zu fliehen und in keinem anderem Land willkommen sind. Sie werden innerhalb Europas immer wieder von einem Land in das nächste abgeschoben. Oft nachts, zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Zug. Sie existieren nicht mehr als Menschen. Sie sind Schattenwesen, deren Zuhause die Grenze ist. Einige zerbrechen daran, andere finden vielleicht eine Zukunft außerhalb Europas.

Der englische Titel, unter dem das Buch zuerst im Exil erschienen ist, lautet „Flotsam“. Zu Deutsch Strandgut mit einem durchaus negativen Beigeschmack. Man könnte es auch mit Abschaum übersetzen.

Wir sehen uns in der Tradition der Anti-Kriegs-Literatur. Unsere erste Graphic Novel ist die Adaption eines Klassikers, Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“.

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